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Kisa Gotami und das Senfkorn

Aktualisiert: 6. Feb.


Zur Zeit des Buddha lebte eine junge Frau namens Kisa Gotami.

Sie war arm, aber ihr ganzer Stolz und ihr ganzes Glück war ihr kleines Kind.


Eines Tages wurde das Kind krank – und starb.


Kisa Gotami konnte es nicht begreifen.

Sie hielt das leblose Kind im Arm und ging von Haus zu Haus, verzweifelt, bittend:


„Bitte, gebt mir Medizin.

Mein Kind schläft nur.“


Die Menschen sahen ihren Schmerz.

Manche weinten mit ihr, andere senkten den Blick.

Schließlich sagte jemand leise:


„Geh zum Buddha. Vielleicht kann er dir helfen.“



Die Begegnung mit dem Buddha


Kisa Gotami trat vor den Buddha, das tote Kind im Arm.


„Meister“, sagte sie,

„mein Kind ist gestorben. Bitte gib mir ein Mittel, das es wieder lebendig macht.“


Der Buddha sah sie lange an – mit Mitgefühl, nicht mit Mitleid.


Dann sagte er ruhig:


„Ich kann dir helfen.

Aber bring mir zuerst ein Senfkorn

– aus einem Haus, in dem noch nie jemand gestorben ist.“


Kisa Gotami schöpfte Hoffnung.

Ein Senfkorn – das war leicht zu bekommen.


Sie machte sich sofort auf den Weg.



Die Suche


Sie klopfte an das erste Haus.


„Ist hier jemand gestorben?“

– „Ja“, sagte man, „unsere Großmutter.“


Am zweiten Haus:

– „Unser Vater.“


Am dritten:

– „Unser Kind.“


Haus für Haus, Straße für Straße.


Überall Trauer.

Überall Verlust.

Überall dieselbe Wahrheit.


Als die Sonne unterging, setzte sich Kisa Gotami erschöpft nieder.


Und da verstand sie.


Nicht mit dem Kopf –

sondern mit dem Herzen.



Die Erkenntnis


Sie kehrte zum Buddha zurück.

Ohne Senfkorn.

Ohne das Kind im Arm.


Der Buddha fragte sanft:


„Hast du das Senfkorn gefunden?“


Kisa Gotami verneigte sich und sagte:


„Nein, Meister.

Aber ich habe etwas anderes gefunden:

Ich bin nicht allein im Leid.“


Der Buddha sprach:


„So ist es.

Der Tod ist kein Fehler im Leben.

Er ist Teil davon.“



Die Weisheit dieser Geschichte


Diese Geschichte lehrt keine Trostlüge.

Sie schenkt Wahrheit – und dadurch Frieden.


• Leid ist kein persönliches Versagen


• Verlust ist kein Ausnahmezustand


• Schmerz verbindet uns Menschen, statt uns zu trennen


Der Buddha nahm Kisa Gotamis Leid nicht weg. Aber er nahm ihr die Isolation darin.


Kennst du das Gefühl selbst?


Leid gehört zum Menschsein. Früher oder später berührt es uns alle: durch Verlust, Abschied, Enttäuschung oder tiefe innere Schmerzen. In unseren spirituellen Herz-Retreats widmen wir uns genau diesen Erfahrungen: nicht um sie wegzumachen, sondern um ihnen mit Mitgefühl, Vergebung, achtsamer Übung und Herzöffnung zu begegnen.


Das nächste Retreat findet am 21./22. Februar 2026 statt.


Wir schaffen während des Retreat Wochenendes einen geschützten Raum, in dem wir lernen, mit Leid bewusster umzugehen, innere Härte zu lösen und uns selbst und dem Leben wieder näherzukommen.


Die Geschichte von Kisa Gotami und dem Senfkorn berührt genau diesen Kern: Sie zeigt, dass Leid kein persönliches Versagen ist und dass Selbstheilung oft dort beginnt, wo wir erkennen, dass wir nicht allein sind. Wenn du spürst, dass achtsame gemeinsame Zeit, Vergebung & Mitgefühl für dich unterstützend wären. Freuen wir uns, dich bei uns zu begegnen. Herzliche Grüße, Marcus & das TAO-Qi.life Team

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