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Die zwei Mönche und der Fluss - Eine Zen-Kurzgeschichte

Es waren einmal zwei Mönche, die auf einer Pilgerreise waren.

Sie kamen an einen Fluss, an dessen Ufer eine junge Frau stand. Sie war offensichtlich besorgt, wie sie ohne nass zu werden auf die andere Seite kommen sollte.

Der ältere Mönch zögerte nicht, ging auf die Frau zu, hob sie hoch und trug sie durch das Wasser auf die andere Seite. Dort setzte er sie ab, und sie bedankte sich und ging weiter.

Die beiden Mönche setzten ihre Reise fort. Aber der jüngere Mönch war sichtlich beunruhigt. Stunden vergingen und er konnte nicht schweigen.

Schließlich platzte er heraus: "Wie konntest du das tun? Wie konntest du eine Frau berühren? Wir haben Gelübde abgelegt!"

Der ältere Mönch sah ihn ruhig an und sagte: "Ich habe die Frau vor Stunden am Flussufer abgesetzt. Warum trägst du sie immer noch mit dir herum?"


Die Moral dieser Geschichte ist, dass es wichtig ist, Dinge loszulassen und nicht an ihnen festzuhalten, insbesondere wenn sie uns oder anderen nicht mehr dienen. Es lehrt uns, im gegenwärtigen Moment zu leben und uns nicht von der Vergangenheit oder unseren Vorurteilen gefangen halten zu lassen.


Viel Kraft beim loslassen :-)

Herzliche Grüße, Marcus von www.tao-qi.life

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